Klimainsel Klause

»Zwischen Hauptbahnhofgewimmel, ratternden Straßenbahnen und dem Autoverkehr auf der nahen Rheinstraße liegt hinter Mauern und Säulen ein grünes Kleinod versteckt.« schreibt die Frankfurter Rundschau – die »Klause«. Für die Initiative Essbares Darmstadt ist sie der »Garten der Vielfalt«.

Das 1911 erbaute Tempelgebäude des Architekten Friedrich Pützer mit seinem ummauerten Garten hat viele Geschichten erlebt und verschiedenste Nutzungen erfahren.

Die Initiative Essbares Darmstadt

Seit Anfang 2017 ist die Initiative Essbares Darmstadt Pächterin und seitdem wurde die »Klause« zu einem Gewächshaus für Ideen, Treffpunkt für Stadtgärtner, Künstler und Menschen mit engagiertem Ehrenamt. Der Garten wird liebevoll gepflegt und stetig mit großer Pflanzenvielfalt bereichert: von heimischen »Wild-« Heil- und Kulturpflanzen, essbaren Köstlichkeiten bis hin zu seltenen Exoten. Man entdeckt eine große Vielfalt an schmackhaften Kräutern und essbaren Pflanzen, die gekostet und verzehrt werden können. Viele Besucher bezeichnen diesen Ort auch als »Oase« – Oasen sind meist kleine aber vegetationsreiche Orte in der Wüste – und dieser Eindruck entsteht beim Sich-Annähern über den geflasterterten Bahnhofsvorplatz hinein in den »Garten der Vielfalt«.

 

Warum ist die »Klause« eine Klimainsel?

Man verbindet »Klima« meist mit At­mo­sphä­re, Klimawandel, dem Stadtklima mit seiner sommerlichen Überhitzung in den Straßenfluchten oder des ausbleibenden winterlichen Schnees. »Klima« beschreibt aber auch eine Stimmung an einem bestimmten Ort und deren Auswirkungen auf einen jeden Einzelnen. Der Begriff »Klimainsel« kann somit auf viele Orte angewendet werden – von der Stadtverwaltung, den Ämtern, Schulen. Gärten und viele mehr.

»Jede Idee braucht eine neue Form«

sagen die Aktiven der Initiative Essbares Darmstadt zum Stadtgärtnern und meinen damit, dass ein Klima der Achtsamkeit die Grundlage für persönliche und gesellschaftliche Veränderungen ist. Wahrnehmung folgt der Achtsamkeit und erst dann überprüfen und ändern wir unsere Handlungen – sozial und ökologisch.

Die Klause ist eine Schnittstelle von Vielfalt und Kommunikation – ein Ort der Inspiration wie auch der Gemeinschaft/en.

Das Herzstück der »Klause« befindet sich im Aktionsraum der Initiative: Im frei zugänglichen Saatgutschrank befinden sich etwa 1 Mio. Samen – ausschließlich »samenfestes Saatgut«, das kostenlos entnommen werden darf – oder von der Gemeinschaft wieder gefüllt wird. Kostenfrei und Open Source wie auch tauschen und teilen sind Grundlagen der Initiative. Dies gilt auch für die vorgezogen oder geteilten Pflanzen.

 

Kunst, Musik und Kultur

In dieser Klimainsel finden unregelmäßig öffentliche Veranstaltungen der Initiative oder anderen Vereinen und Institutionen, Ausstellungen aber auch leise Konzerte statt. Der Subkultur, wie auch etablierten Künstlern steht die Klause offen.

Weitere Infos:

Die Bewirtung – Von Cage&Cola über das Königreich Popo zur Datterichklause

Über mehrere Jahre hat sich die heutige »Klause« als Festival-Bar in den Sommermonaten etabliert. Es war und ist auch ein Biergarten in dem umsonst gegrillt und kühle Getränke angeboten werden!
Die »Initiative Essbares Darmstadt« ist nicht für die Bewirtung zuständig – dies wird von der Central GmbH bestens bewerkstelligt.

Weitere Infos: ››› Zeitraffer Festivals

 

»Einblicke« in die Klimainsel Klause

In der Klause findet Ihr/Sie eine ganze Reihe von »Einblicken«:
Saatgutschrank, Salatwand, Komposthaufen, Hochbeetbau und Aufbau, … werden beschrieben.

››› zu den Einblicken

 

Kaegorien:

Historie, Kultur, Biologie, Selber machen, Stell dir vor

Die Einblicke: